Tafel 29
Tafel vorlesen lassenDie Bekennende Kirche tritt für die Juden ein ??? (Katalog 31)

 

Die Bekennende Kirche scheute sich, die judenfeindliche Politik des NS-Staates zu kritisieren.

Am ehesten noch leistete die Bekennende Kirche Hilfe für die "Nichtarier" evangelischen Glaubens (z.B. durch das "Büro Grüber"). Dies war die evangelische Hilfsstelle für rassisch Verfolgte. Sie unterstütze Hilfesuchende bei der Auswanderung.

Das Schweigen zur Judenverfolgung lastet bis heute als schwere Schuld auf der evangelischen Kirche. Auch die Solidarität einzelner Christen mit den Juden, wie sie auf den folgenden Tafeln aufgezeigt wird, kann nicht darüber hinwegtäuschen.

Die 12. Bekenntnissynode der Bekennende Kirche Preußens im Oktober 1943 in Breslau sagte in einer Auslegung des 5. Gebotes: "Du sollst nicht töten!":

" … Sein (des Christen) Nächster ist allemal der, der hilflos ist und seiner besonders bedarf, und zwar ohne Unterschiede der Rassen, Völker und Religion. Das Leben aller Menschen gehört Gott allein. Es ist ihm heilig, auch das Leben des Volkes Israel …"

Als dies endlich gesagt wurde, waren schon Millionen Juden ermordet worden.

 

 

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