Tafel 11
Tafel vorlesen lassenBarmen 1934: die erste Bekenntnissynode (Katalog 15)

In den "zerstörten Kirchen", in denen 1933 die Deutschen Christen die Kirchenleitungen besetzt hatten, fanden seit Januar 1934 "freie Synoden" statt. Sie waren Zusammenschlüsse oppositioneller Gemeinden. Als der Reichsbischof versuchte, im April 1934 auch in Bayern und Württemberg, den "intakten Kirchen", deutsch-christliche Kirchenleitungen einzusetzen, schlossen sich die "freien Synoden" mit diesen "intakten Kirchen" zu einer Bekenntnisgemeinschaft der Deutschen Evangelischen Kirche zusammen.

Am 30./31. Mai 1934 veranstaltete diese die erste Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche in Wuppertal-Barmen. An ihr nahmen 128 Vertreter oppositioneller Gemeinden und Kirchen teil.

Die auf dieser Synode verabschiedeten Thesen – die Barmer Theologische Erklärung – waren die Grundlage für den nun folgenden Aufbau der Bekennenden Kirche.

Die hauptsächlich von Karl Barth verfasste Erklärung verwarf die Lehre und Praxis der Deutschen Christen als Irrlehre und formulierte positiv die alleinige Bindung von Glauben, Predigt und Ordnung der Kirche an die Heilige Schrift. Die Barmer Synode erklärte sich zur rechtmäßigen Vertretung der Deutschen Evangelischen Kirche. Sie forderte die Gemeinden auf, sich ihr anzuschließen und dem Reichsbischof samt seinem unchristlichen Kirchenregiment den Gehorsam zu verweigern.

Einladungsschreiben für Pfarrer Eberhard Röhricht zur Barmer Synode

Einladungsschreiben für Pfarrer Eberhard Röhricht zur Barmer Synode.
Die Synodalen wurden von den schon bestehenden regionalen bekenntniskirchlichen Organisationen entsandt.

In der Barmer Zeitung wurde die Bekenntnissynode – unter staatlichem Druck – als eine Versammlung dargestellt, die die Treue der Kirche zu Glauben und Heimat beschworen habe. Ausländische Zeitungen dagegen – wie die Neue Züricher Zeitung – erkannten die in der Synode liegende Kritik am NS-Staat.

Zeitungsausschnitt aus der Barmer Zeitung vom 31. Mai 1934

Zeitungsausschnitt aus der Barmer Zeitung vom 31. Mai 1934

„Berliner“ in Barmen (von links nach rechts: Franz Hildebrandt, Martin Niemöller, Fritz Müller, Willi Prätorius, Eberhard Röhricht, Gerhard Jacobi. Karl Barth (mit Pfeife) im Gespräch mit Otto Weber und Heinrich Lachmund

"Berliner" in Barmen (von links nach rechts: Franz Hildebrandt, Martin Niemöller, Fritz Müller, Willi Prätorius, Eberhard Röhricht, Gerhard Jacobi.

Karl Barth (mit Pfeife) im Gespräch mit Otto Weber und Heinrich Lachmund (Blankenburg) [verweiszeichen]
Zwei Pfeifenraucher ins Gespräch verwickelt. Ludwig Steil (links), Wanne Eickel und Udo Schmidt. Gespräch auf der Barmer Synode. In der Mitte (mit Hut) Friedrich von Bodelschwingh.

Zwei Pfeifenraucher ins Gespräch verwickelt. Ludwig Steil (links), Wanne Eickel und Udo Schmidt.

Gespräch auf der Barmer Synode. In der Mitte (mit Hut) Friedrich von Bodelschwingh.

Superintendent Hugo Hahn aus Dresden. Wer kennt die Anderen? Zwei unbekannte Synodale in Barmen.

Superintendent Hugo Hahn aus Dresden. Wer kennt die Anderen?

Zwei unbekannte Synodale in Barmen.

 

 
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